Homepage / DF02 / Entwicklung / Testbericht aus Vol Moteur Nr. 197 (9/2002) Seite 3
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Gaswechsel
haben praktisch keine Auswirkung auf die Trimmung. Man muss nur leicht das
Propellerdrehmoment mit den Fußpedalen ausgleichen wie bei allen
Einmotorigen, um den Wollfaden in der Mitte der Scheibe zu halten.
Die Sicht nach draußen ist hervorragend, und man könnte trotz der geschlossenen Haube, vom Fehlen des Winds im Gesicht abgesehen, glauben, in der freien Luft zu sein. Ich fühle mich schnell derartig wohl , dass ich mir ein paar Umkehrkurven am Pistenende erlaube. Ich weiss, dass diese Art von Manöver dem Zuschauer das Herz stocken läßt, da das eine Lösung ist, den Apparat in sehr geringe g-Belastung kommen zu lassen, mit der Folge, dass man ihn jetzt perfekt kennt. Ich höre dann mit dem Unfug auf, um einige Leistungsmessungen vorzunehmen. Das beste Steigen stellt sich bei wenig mehr als 4 m/s bei angezeigten 85 km/h Fahrt ein. Horizontal mit Vollgas klettert der Fahrtmesser leicht auf mehr als 160 km/h. Ich erinnere mich, dass es sich um angezeigte Geschwindigkeiten des Bordinstruments handelt, das nicht kalibriert ist. Die Nick-Rollbewegung ist leichtgängiger als bei einem Magni und etwas schwergängiger als bei einem Guépard. Die Maschine ist stabil um die Gierachse, wenn die Füße das Seitenruder halten. Sie bleibt hingegen [wenn man die Pedale loslässt] in dem Schiebewinkel, in den man sie gesteuert hat, da das Pendelruder nicht durch Federkraft in der Achse gehalten wird. Hier liegt eine Wahl des Piloten die an den Hubschrauber annähert und die die Pedale dem Knüppel angleicht. Denn letzterer hat wie bei allen Gyros auch kein rückführendes Moment. Ich persönlich bevorzuge hingegen Seitenruderpedale mit einer wahrnehmbaren Neutralstellung, die dem Anfänger die Aufgabe erleichtern. |
| Nachdem ich etwas Höhe gemacht
habe, kann ich dank etwas Wind, der aufgekommen ist, ein wenig "auf der
Stelle" stehen. Ich beende mit Vollgas mit einer schönen Trimmlage ohne
irgend eine Sorge um die Kontrolle, die Steuerbefehle bleiben immer gleich
wirksam und neutral. Noch eine kleine Runde zum zusätzlichen Höhengewinn, um
eine vollständige Pirouette in der senkrechten Autorotation zu machen. Man
muss etwas Gas geben, um durch das Anblasen des Seitenruders die Bewegung zu
beschleunigen, doch auch hier wieder, keinerlei Schwierigkeiten. Das Sinken
ist augenscheinlich konsequent, 7 m/s, und es steht ausser Frage, bis zum
Boden fortzufahren. Der Anflug, mit reduziertem Motor, erfolgt mit angezeigten 90 und ein progressives Ausschweben ab drei Meter über dem Boden erlaubt dank des klar angehobenen Leitwerksträgers, mit dem man die Maschine stark anstellen kann, eine fast punktuelle Landung. Mit einem kleinen Gasstoß im letzten Moment kann man ein zu hohes ausschweben abfangen, doch alle Gyrocopterpiloten kennen die Technik. Der Unterschied ist hier, dass dieser Gasschub keinerlei Korrektur der Steuerbewegungen erfordert, so sehr ist die Maschine im Gleichgewicht mit dem Motor. Ein gutes Beispiel Es existieren leider keine Pläne für diesen Einsitzer mit nahezu perfektem Verhalten, aber die Eigenbauer werden sich leicht durch seine Proportionen inspirieren lassen können. Eine kleine Erörterung mit seinem Erbauer beim nächsten Treffen in Bois-de-la-Pierre wird ihre Information vervollständigen, doch Vorsicht, François Dedieu schätzt die Menge nicht allzu sehr. Er gehört zu jenen, die mit Brassens denken, dass man jenseits von dreien eine Bande von I.....n ist. Er ist nichtsdestoweniger ein perfekter Gentleman, an dem man die Ratschläge und die Erfahrungen in individuelleren Gesprächen schätzt. |